In der Adventszeit hat das Jammern Pause

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Lukas 21, Vers 28)

Da hat doch tatsächlich jemand ein Bibelwort über die Endzeitkatastrophen als Wochenspruch für die Adventszeit herausgesucht und wir normalen Christenmenschen sollen damit klarkommen! Dabei war das Jahr 2013 mit den üblichen Katastrophen schon so angefüllt, dass ein wenig Besinnlichkeit und Vorfreude auf Weihnachten für uns spätestens ab dem 1. Advent angemessen wäre.

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Hausmusiker treffen sich in Weißenfels

Andreas Richter, Mitteldeutsche Zeitung, 12. September 2009

Eigentlich hat er Weißenfels nie aus den Augen verloren. Doch in diesen Wochen richtet Lothar Tautz seinen Blick in besonderer Weise auf die Saalestadt. „Es soll ein Fest der Musik werden“, sagt der 62–Jährige und meint jene Tage vom 5. bis 7. Oktober, an denen in Weißenfels der 3. Mitteldeutsche Kirchentagskongress als „Kirchentag der Hausmusik“ stattfindet.

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Eine virtuelle Reise zur kleinen Marie nach Japan

Annette Hildebrandt und Lothar Tautz schreiben an einem religiösen „Jahrtausend-Thriller“

Yvette Meinhardt, Mitteldeutsche Zeitung, 23. Dezember 2009

Täuchern — Weiße Flocken tanzen vor dem Fenster. Der Blick schweift über den verschneiten Stadtpark in Teuchern. Holz lodert im Ofen und verbreitet Gemütlichkeit. Die Pyramide aus dem Erzgebirge dreht ihre Runden. Am Adventskranz züngeln Kerzen. Weihnachten im Pfarrhaus. „Für den Baum haben wir jedes Jahr einen neuen Platz gefunden“, sagt Annette Hildebrandt und öffnet die Tür zur Bibliothek. Der Blick fällt auf den großen Weihnachtsbaum.

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„Vertrauen wagen“ — Abrüstung schmieden

Das Luther-Jubiläum im Karl–Marx–Jahr 1983

Erstveröffentlichung in: Horch und Guck 4/2008 | Heft 62, Seiten 32 – 35

Mit Karl Marx (100. Todestag) und Martin Luther (500. Geburtstag) standen zwei mit sehr unterschiedlichen Traditionen und Assoziationen verbundene Persönlichkeiten der deutschen Geschichte auf der Agenda des Jubiläumsjahres 1983, derer zu gedenken auch in der DDR unvermeidbar war.

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Sozialdemokratischer Aufbruch 1989

Die Weltöffentlichkeit war genauso überrascht, wie der damalige Bundeskanzler: Das Engagement von einer kleinen Gruppe von Bürgerrechtlern verbunden mit der Ausstrahlungskraft der Friedensgebete in Leipzig bewirkte, dass in wenigen Wochen des Herbstes 1989 ein waffenstarrendes totalitäres System, angeführt von den senilen Dogmatikern der Wandlitzer Rentnerriege, in die Geschichtsbücher verbannt wurde.

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Die Bedeutung der kirchlichen Friedensbewegung

für die Entwicklung von Dissidenz und Opposition in der DDR — aus der Perspektive der mitteldeutschen Provinz

Die Geschichte der DDR wird in der Öffentlichkeit nostalgisch verklärt, die der alten Bundesrepublik vom Gipfel der längst vergangenen Wohlstandsgesellschaft aus betrachtet. Das ist nicht nur unhistorisch, sondern erschwert auch das Zusammenleben in der Gegenwart. Daraus erklären sich solche populistischen Parolen wie: „Vom Aufbau Ost zum Absturz West“ und die verbreitete Depression im Osten, die wir schon aus DDR – Zeiten kennen: „Es hat ja alles keinen Zweck!“. Die missbräuchliche Titulierung der montäglichen Protestdemonstrationen gegen den Popanz „Sozialabbau“ ist ein weiterer Ausdruck dieser Art Geschichtsklitterung.

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Kirche zwischen Opportunismus und Opposition

Zur Diskussion nach dem Opfertod von Oskar Brüsewitz 1

Diese Überschrift hatte die im Oktober 1976 im Samisdat der DDR erschienene Dokumentation einer Naumburger Menschenrechtsgruppe über die Gründe und Konsequenzen der Selbstverbrennung von Pfarrer Brüsewitz am 18. August desselben Jahres. Die damit schon nach kürzester Zeit vorgenommene Bewertung des Zustandes der Evangelischen Kirche und des Charakters der Protestaktion von Zeitz hält der historischen Kritik bis heute stand: Die Christenheit drohte sich im Opportunismus gegenüber der sozialistischen Staatsmacht einzurichten, deshalb kam für einen aufrechten Streiter gegen Unterdrückung und Verderben das letzte Mittel in Betracht, das Selbstopfer.

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