Lothar Tautz

Diplompädagoge und Theologe

1950 – 1973: Frühe Jahre

  • 1950: geboren in Erfurt
  • 1966 – 1969: Ausbildung als Maschinenbauer mit Abitur
  • 15. April 1968: Kandidat der SED
  • 28. August 1968: Austritt aus der SED
  • 1970: Konfirmation
  • 1970 – 1973: Requisiteur und Chefrequisiteur der Städtischen Bühnen Erfurt

1973 – 1980: Studium und beginn der Oppositions­arbeit

  • 1973 – 1980: Theologie- und Pädagogikstudium an den Kirchlichen Hochschulen in Naumburg und Berlin
  • 1976: Gründung der Naumburger Menschenrechtsgruppe Freiheit und Sozialismus
    (Protestbewegung gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann, Querfurter Papier Frieden und Gerechtigkeit heute)
  • 1980: 1. Theologisch - pädagogisches Examen am Katechetischen Oberseminar Naumburg

1980 – 1984: Lutherjahr und Frieden '83

  • 1981 – 1983: Kirchentagssekretär für das Lutherjahr in Wittenberg, verantwortlich für die Bildungs- und Kongressarbeit
  • 1983: Gründung der Gruppe Frieden ’83, zusammen mit Friedrich Schorlemmer
  • 1984: 2. Theologisch - pädagogisches Examen am Kirchlichen Prüfungsamt Magdeburg

1984 – 1990: Pfarrammt und Oppositions­arbeit

  • 1984 – 1990: Pfarrer in Weißenfels und Geschäftsführer des Evangelischen Kirchentages in der Kirchenprovinz Sachsen (Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt), verantwortlich für die Bildungs- und Kongressarbeit
  • 1984/1985: Initiator und Mitbegründer der Solidarischen Kirche in der DDR
  • 1989 – 1990: Moderator des Runden Tisches im Kreis Weißenfels

1990 – 1996: Arbeit in der freien Markt­wirtschaft

  • 1990: Personalleiter im Außenministerium der DDR, Personalchef im DDR-Ministerium für Handel und Tourismus
  • ab 3.Oktober 1990 – 1994: Personalreferent im Bundesministerium für Wirtschaft
  • 1991: Gründung der „Weiterbildungsakademie für Wirtschaft und Verwaltung“ Berlin gGmbH mit Dr. Hans-Dieter Tautz, seitdem Honorarmitarbeiter, seit 1993 Gesellschafter
  • 1991 – 1994: Mitarbeit in der Enquéte–Kommission des Deutschen Bundestages: „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland
  • 1994 – 1996: Bildungsreferent im Bundesministerium für Wirtschaft, verantwortlich für die Erwachsenenbildung im Bereich der öffentlichen Verwaltung und die „Ordnung der beruflichen Bildung“

1997 – 2010: Regionale Arbeit in Politik und Bildung

  • 1997 – 1998: Landesgeschäftsführer der SPD Sachsen-Anhalt
  • 1998: stellvertretender Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten — AvS
  • 1999 – 2002: Leiter des Büros des Ministerpräsidenten, Staatskanzlei Sachsen-Anhalt
  • 2002 – 2018: Fachberater für Bildung und Wirtschaft im Projektbüro Hildebrandt
  • 2002 – 2007: Referatsleiter in der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, verantwortlich für die Lehrerfortbildung und für die schulische und außerschulische Jugendbildung im Fächerkanon der politischen Bildung
  • 2002 – 2016: Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten — AvS
  • 2005 – 2019: Sprecher der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., seit 2008 Mitglied des Bundesvorstandes
  • Seit 2006 Pastor (ehrenamtlicher Pfarrer) in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
  • 2008 – 2010: Leiter der Stabsstelle „Reformationsjubiläum 2017“ im Kultusministerium Sachsen-Anhalt
  • Am 27. August 2009: Ehrung als Verdienter Bürger der Stadt Weißenfels.
  • 2010 – 2013: Leitender Mitarbeiter an der WWV gGmbH Berlin/Nauen, zuständig insbesondere für Qualitätsmanagement und Schulprojektarbeit; Qualifizierung zum Sozialkundelehrer.
  • 2010 – 2015: Landesvorsitzender des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Sachsen-Anhalt
  • 2012 – 2016: Vorsitzender des Gartenvereins „Thüringer Pforte“ (Sachenburg/Thüringen)
  • Seit 2013: Schulprojektarbeit zur DDR-Geschichte
  • Dezember 2018: Bundesverdienstkreuz am Bande anlässlich des Ehrenamtstages von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue
  • 2019: Mitglied des (neu gegründeten) Geschichtsforums der SPD

Lothar Tautz wohnt in Erkner, ist mit Annette Hildebrandt verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Vergleiche zur politischen Biografie auch Lexikon „Opposition und Widerstand in der SED - Diktatur“, Propyläen 2000, Seite 348f