Menschenrechte im Überwachungsstaat

Bildungsangebote für Schüler/innen und Lehrkräfte

5 Projekttage im DDR-Museum Pforzheim: 26.-30. September 2016

Das DDR-Museum Pforzheim ist – neugestaltet – im Oktober 2015 wiedereröffnet worden. In der Schulprojektwoche werden Jugendliche aus der Region Gelegenheit haben, sich jeweils einen Schultag lang mit dem Thema „Menschenrechte“ in der DDR (und heute) zu beschäftigen. Außerdem werden eine Lehrerfortbildung (28.09.) und ein Kinoabend mit dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Familie“ und anschließendem Filmgespräch mit dem Regisseur im Kommunalen Kino für Jugendliche, Eltern und Lehrer angeboten (27.09.).

Wenn man die gegenwärtige Menschenrechtssituation weltweit betrachtet, dann zeigt sich hier (leider) ein thematischer Ansatz, der einen Bezug zur DDR-Geschichte im deutsch-deutschen und europäischen Kontext hat: Damals wie heute sind die Menschenrechte bedroht, muss um deren Durchsetzung und Einhaltung gekämpft werden, wenn sich auch die Formen und Orte der Bedrohung verändert haben.

Pauluskirche Halle/S., 15. 10. 1989

Pauluskirche Halle/S., 15. 10. 1989

Deshalb werden pädagogisch und zeitgeschichtlich qualifizierte Zeitzeugen der ehemaligen DDR nach Baden-Württemberg fahren, um dort gemeinsam mit Menschen, die für die deutsche Demokratie engagiert sind, Jugendlichen (sowie Lehrkräften und Eltern) Geschichte und Botschaft der „Menschenrechtler“ der DDR zu vermitteln. Das ist umso wichtiger, als der gegenwärtige religiöse Fanatismus und Terrorismus den Menschenrechten feindlich gegenüberstehen.

Wir bieten an 5 Tagen Unterricht, der für alle Schulformen geeignet sind. Jeder Projekttag wird von einer anderen Schülergruppe besucht (i.d.R. Klassenstärke, drei Doppelstunden).

Die Unterrichtsplanung berücksichtigt, dass die junge Generation die DDR und deren Demokratisierung bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nur noch aus den Geschichtsbüchern kennt und die Jugendlichen nur ausnahmsweise auf selektive Berichte ihrer Eltern und Großeltern zurückgreifen können. Doch nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus und des totalitären Systems der DDR (im Gegensatz zur Demokratieerfahrung der „alten“ BRD) gilt der Satz von Wilhelm von Humboldt erst recht: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“

Ein Kooperationsprojekt von „Gegen Vergessen – für Demokratie e. V. mit der Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim, gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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