Der schwierige Umgang mit der Vergangenheit

mit Lothar Tautz als Vorstandsmitglied von „Gegen Vergessen, Für Demokratie e.V“

Einladung zur Tagung in Nürnberg, 3. bis 5. April 2009

Wie mit dem Vermächtnis eines gewaltsamen Konflikts oder Regimes umgegangen wird, hat eine entscheidende Auswirkung auf die friedliche Zukunft eines Landes. Insbesondere nach den Bürgerkriegen der 1990er Jahre ist die Thematik daher in den Mittelpunkt von Konfliktnachsorge und –prävention gerückt. Vor diesem Hintergrund wurde 2009 von den Vereinten Nationen als „Internationales Jahr der Aussöhnung“ ausgerufen. Vergangenheitsbearbeitung ist aber mehr als Versöhnung und nicht auf diese beschränkt. Ziel der Tagung ist daher, die Relevanz dieses sehr facettenreichen Themas für die Friedens– und Konfliktforschung zu verdeutlichen, den Austausch mit einer weiter entwickelten Praxis anzustoßen und eine kritische wissenschaftliche Beschäftigung anzuregen und den gesellschaftlichen Diskurs zu fördern.

Neben dieser internationalen Ausrichtung zielt die Tagung auch darauf, die Erfahrungen mit schwieriger Vergangenheit in Deutschland zu reflektieren und in den internationalen Kontext einzubetten. Denn 2009 — das ist auch das Jahr der 70. Wiederkehr der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges und das 20. Jahr des Endes des SED-Regimes. Das Thema wird daher mit zahlreichen internationalen Gästen reflektiert und diskutiert. Der Ort Nürnberg bietet dabei in seiner historischen und aktuellen Bedeutung einen wichtigen Referenzrahmen.

Es laden Sie herzlich ein:
Dr. Barbara Müller, Vorsitzende der AFK
Uwe Trittmann, Evangelische Akademie Villigst

Lothar Tautz wird am Sonntag dem 5. April an einer Gesprächsrunde: „Zum aktuellen Umgang mit Diktaturen in Deutschland“ teilnehmen.

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